DIENSTLEISTUNG wird bei uns GROSS geschrieben...

  • Vorwort zum Sonntag :

    Zwar habe ich in meinen ersten paar Tagen hier im Forum so ein wenig den Eindruck gewonnen, daß Bilder mehr sagen als tausend Worte, - soll heissen, daß offenbar viele von Euch mehr Wert auf Fotos als auf Fließtext legen .

    Aber ich kann mich ja auch täuschen und versuch es einfach mal mit einer kleinen, harmlosen aber dafür wahren Geschichte. Den meisten von Euch wird sie vermutlich relativ unspektakulär erscheinen, - aber für mich war das Erlebnis das Highlight der Woche !




    Es geschehen noch Zeichen und Wunder : Schnee mitten in Hamburg ! Und das ganz kurz nach Weihnachten ! Die letzten Tage waren grau und verregnet gewesen, maximal 5 Grad plus. ..

    Doch jetzt hatte es den ganzen Nachmittag über geschneit. Es dämmerte langsam und die frischen Flocken bedeckten den tristen Untergrund mit sauberem Weiss und dimmten auf angenehme Weise den Sound der Großstadt.

    Alles lief etwas langsamer ab als gewohnt, - so auch der Strassenverkehr. Dazu muss man wissen, dass der gemeine Hamburger bei der ersten Schneeflocke adhoc das Autofahren verlernt.

    Bei Regen übrigens auch. Isser halt nich gewohnt, der Stadtmensch.


    Nichtsdestotrotz ging ich meiner beruflichen Tätigkeit nach und hielt mit meinem Taxi nach potenziellen Fahrgästen Ausschau. Kurz vor Feierabend bekam ich von der Zentrale einen Auftrag über Funk und begab mich zur Bestelladresse.

    Dort eingetroffen stieg eine junge Dame ein, nahm hinten rechts Platz und nannte ihr Fahrziel. Ich schätzte die Dauer der Tour auf gute 12 bis 15 Minuten und freute mich über eine angenehme Erscheinung, soweit ich das im Dämmerlicht beurteilen konnte. Sie trug unter dem offenen, weissen Wintermantel mit fellumrandeter Kapuze einen grobgestrickten, beigefarbenen Rollkragenpullover. Die untere Hälfte blieb mir aufgrund der Position leider zunächst verborgen.

    Dunkelbraune, leicht gewellte Haare, die bis kurz über die Schulterpartie reichten, bildeten einen schönen Kontrast zum hellen Mantel und rahmten ein hübsches, freundliches Gesicht ein. Ein paar Strähnchen hingen frech in die Stirn.


    Aufgrund des Mund-Nasenschutzes konnte ich die Freundlichkeit des Gesichtsausdruckes freilich nur erahnen, aber der Vorteil dieser Virenschutzmassnahme ist, dass man zum einen lernt, sich deutlicher zu artikulieren und zum anderen, mit den Augen zu lachen und umgekehrt auch dem Blick des jeweiligen Gegenübers mehr Beachtung zu schenken und ggf ein Lachen zu erkennen, ohne dass man auf Mund oder Lippen schauen kann.

    Meine Fahrgästin hatte das richtig gut drauf. Sie mochte etwa Ende zwanzig, vielleicht Anfang dreissig sein. Wir unterhielten uns ausgesprochen angeregt, - es war nicht der übliche Smalltalk über Wetter, Fussball, Geschäft etc. , sondern sie wirkte ernsthaft interessiert und wir tauschten uns über die momentanen coronabedingten Schwierigkeiten unserer selbständigen Tätigkeiten aus.

    Es stellte sich heraus, dass sie Betreiberin einer kleinen Szene-Bar in einem angesagten Viertel war und somit sowohl die Sorgen und Nöte als auch die durchaus vorhandenen positiven Seiten dieser Art von selbstgewähltem Schicksal nur zu gut kannte und genau wie ich hoffnungsvoll in die Zukunft schaute.


    Kurz, bevor wir ihr Zuhause erreichten, fragte sie mich, ob ich ihr einen Gefallen tun könnte.

    Natürlich ganz der Dienstleistungphilosophie meiner Taxizentrale verpflichtet, bejahte ich spontan und bedingungslos. “Ich habe meinen Wohnungsschlüssel vergessen “, begann sie, “ und weiss nicht, ob ich zu Hause reinkomm. Wenn meine Mitbewohnerin da ist, klingel ich und alles ist gut. Wenn nicht, würde ich Dich bitten, mir kurz zu helfen. Ich wohn im Hochparterre und kenne einen Trick, wie ich bei mir selber 'einbrechen' kann“. “ Okay“, entgegnete ich, “ und wie kann ich Dir dabei helfen ?“

    Sie druckste etwas herum um kam dann etwas zögerlich heraus mit der Sprache : “ Ich bräuchte Dich als Räuberleiter, um zu meinem Fenster zu gelangen. Ich wohne wie gesagt im Hochparterre und vom Garten auf der Rückseite des Hauses aus sind es knapp zwei Meter bis zu meinem Fenster .. “

    Meine Freude kann man sich vielleicht vorstellen und ich hoffte inständig, dass die blöde Mitbewohnerin sonstwo ist. Hauptsache, nicht zu Hause und versprach : “ Das kriegen wir hin !“


    Wir bogen um die letzte Ecke und erreichten ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus. Zu meinem Entsetzen war die eine Parterrewohnung hell erleuchtet, aus der zweiten schimmerte Dämmerlicht. “Verdummt“, dachte ich innerlich so bei mir. Schade eigentlich.

    “Das muss nichts heissen“, hörte ich von hinten mit leicht resigniertem Unterton, als ob meine Gedanken ein offenes Buch wären. “Ich bin so schusselich, - ich vergess nicht nur meinen Schlüssel, sondern auch oft, morgens das Licht auszumachen wenn ich ausm Haus geh “.

    Es bestand also noch Hoffnung !


    Ein Parkplatz ganz in der Nähe war schnell gefunden. Sie bezahlte ihre Rechnung samt grosszügigem Tipp und wir verabschiedeten uns und verabredeten Handzeichen zur finalen Klärung.

    Während ich im Taxi sitzen blieb, stieg sie aus und begab sich zur Haustür. Endlich konnte ich im Scheinwerferlicht auch die untere Hälfte meiner Fahrgästin bestaunen : Eine enganliegende mittelblaue Stretchjeans wurde unten elegant eingefasst von schwarzen Winterstiefeln mit fast kniehohem Schaft. Vorne spitz zulaufend verfügten die guten Stücke über ein ca 7 cm hohen Blockabsatz. Ich fing an zu beten.


    Nach einer guten Minute und mehrmaligem Klingeln drehte sie sich um und kam achselzuckend zum Parkplatz zurück. “Ich fürchte, ich muss auf Dein selbstloses Angebot zurückkommen“, bekundete sie kleinlaut. 'Selbstlos, - hat die 'ne Ahnung' dachte ich nur und erwiderte betont teilnahmslos “Nun denn … !“


    'Schlack' schnappte die Zentralverriegelung zu und Zack machte ich mich auf den Weg, um ihr in den Garten zu folgen. Durch den tagelangen Regen auf ungefrorenen Boden war der kurze Gang eine ziemliche Schweinerei, denn der frische Schnee bedeckte das ganze Schlamassel nur.

    Wir erreichten um die Ecke ihr 'Einstiegsfenster' und nun wusste ich auch, warum sie Hilfe brauchte. Ohne eine Leiter in irgendner Form war ihr Vorhaben nicht zu bewerkstelligen.

    Sie bat mich also, mich mit dem Rücken an die Hauswand zu stellen und ich verschränkte die Hände und beugte mich leicht nach vorn, um ihr den Aufstieg zu erleichtern.


    Ohne auch nur ansatzweise daran zu denken, sich die schneematschigen Stiefelchen abzuputzen stellte sie, dennoch sehr vorsichtig, den linken Fuss auf meine dargebotenen Hände.

    Erst jetzt konnte ich das schöne Drama in seinem wahren Ausmass erkennen : Ihre Schmuckstücke hatten aufgrund einer ausgeprägten Profilsohle ordentlich Grip und waren adäquat eingesaut. Die Grösse schätzte ich auf 38, was auch gut zu ihrer Gesamtstatur passte. Nach und nach verlagerte sie mehr und mehr Gewicht auf ihr linkes Bein und fragte zwischendurch immer wieder leicht schüchtern, ob es denn noch ginge.

    “Nur zu“ ermunterte ich in heller Vorfreude. Beherzt hob sie nun ihr rechtes Bein vom Boden ab und liess es frei in der Luft baumeln. „ Geht's?“ wollte sie wissen, “kann ein bisschen dauern...“.

    “Mach's Dir bequem“ , versuchte ich einen Scherz. Das liess sie sich nicht zweimal sagen und stellte den freien rechten Fuss neben ihren linken.


    Die gefühlten gut 50 Kilo waren für mich gar nicht das Problem, nachdem ich mich wieder gerade gemacht hatte und sie somit auch näher an ihr Ziel brachte. Die Kälte unter ihren Sohlen schon eher, und auch das heftige Profil. Ich genoss beides, in vollen Zügen. Und das Gewicht dazu.

    Sie nestelte irgendwo über mir an ihrem Fensterrahmen herum. Keine Ahnung, was sie da betrieb.

    Sehen konnte, wollte und sollte ich ja auch nichts. Was ich sehen konnte, waren ihre heisse Gürtelschnalle drei Zentimeter vor meiner Nase und ihre schicken Stiefel von oben, wen ich meinen Blick nach unten senkte. Konnte mich gar nicht entscheiden, - alles so schön bunt !

    Von oben hörte ich Schab- oder Kratzgeräusche und die Frage, ob denn noch alles in Ordnung wäre.

    “Jaja, mach nur. Kein Stress “. Meine Gedanken gingen eher in die Richtung ' Lass Dir alle Zeit der Welt, Baby', obwohl das Gewicht gepaart mit der Kälte langsam zehrte. Aber es zehrte schön.


    Aber auch immer mehr. Natürlich wollte ich mir nichts anmerken lassen. Mein mittlerweile leicht angestrengtes Gesicht konnte sie ja eh nicht sehen von da oben. Meine Beule in der Hose zum Glück auch nicht. Für sie (hoffentlich!) unmerklich zog ich meine Hände weiter Richtung meiner Körpermitte, so dass ihre Stiefelspitzen mein Zentrum berührten. Jede leichte Bewegung ihrerseits übertrug sich von nun an direkt in meine Lustzentrale. Das machte den mittlerweile entstandenen Schmerz auf meinen Händen nicht nur erträglicher, sondern einfach nur herrlich.


    Ein deutlich vernehmbares 'Knacks' liess mich das jähe Ende meiner unerwarteten Glückseligkeit vermuten. “Geschafft“ frohlockte es von oben, während das Fenster aufsprang.

    Auch wenn ich es wahrscheinlich nicht mehr allzulang in dieser Position ausgehalten hätte, war ich dennoch etwas enttäuscht.

    Wie als kleine Entschädigung für entgangene Freuden stieg sie mir noch ungefragt auf die Schultern, um das Fenster zu erreichen und in die Wohnung zu gelangen.

    In ihrem Zimmer gelandet wandte sie sich mir zu und bedankte sich herzlich und glücklich.

    Dass ich auf andere Art mindestens genauso glücklich war, wusste sie nicht.




    Nur Hexxen halten, was Engel versprechen ..

    Einmal editiert, zuletzt von flatman ()

  • Nachtrach :

    Bin immer noch in der Orientierungsphase hier im Forum und bin mir nach wie vor nicht ganz sicher, ob ich richtig gelandet bin.


    Wäre nett, wenn sich jemand aufrafft, ein kurzes Feedback zu geben. Das bezieht sich sowohl auf die Form ( Geschichte ohne Bilder ) als auch auf den Inhalt.

    Die Geschichte ist wie gesagt wahr und hat sich so zugetragen. Natürlich ist die Phantasie nach oben offen und ich könnte sie gut fortspinnen, da weiss ich aber zum einen nicht, inwieweit überhaupt Interesse besteht und wo ich mit dem FSK 16 bei nur Wort ohne Bild in Konflikt komme.

    Eine mögliche Fortsetzung der Story ( dann aber fiktional) wäre natürlich, dass die Gute sehr wohl meinen Move bemerkt und sich einen Spass daraus gemacht oder eine weiterführende Belohnung in Betracht gezogen hat...


    Jedenfalls ist nix blöder, als gegen 'ne weisse wand anzutippen :)

    Nur Hexxen halten, was Engel versprechen ..

  • Nun ja,so will ich denn ein Feedback abgeben...da das tragen von Schuhen und sonstiger Kleidung aus der falschen Abteilung bei mir keine sexuellen Hintergründe hat,interessieren mich solche Geschichten eher weniger.Ich hätte für die Tante in ihren dreckigen Stiefeln natürlich niemals die "lebende Leiter" gespielt... :):)

    Habe lediglich bei der "Genverteilung" wohl einiges zu tief in die Damenkiste gegriffen,deshalb mein Hang zur "falschen" Bekleidung... :rolleyes:


    Kann allerdings sehr gut nachvollziehen,dass das (sehr!) viele Männer anders sehen.Habe in meiner Jugendzeit genügend einschlägige Erfahrungen gemacht.Als 56kG schweres,feingliedriges Bürschchen war ich jedes Wochenende als verrocktes sexy Girlie unterwegs.Damals habe ich sehr wohl gelernt,wie extrem High Heels viele Männer sexuell stimulieren... :):)

    Die hätten getötet nur um einmal meine Schühchen zu berühren oder daran riechen zu dürfen...

  • Danke für die Rückmeldung, ihr Drei. Darüber freu ich mich.

    Dass ich nicht jedermanns / jedefraus Geschmack treffe, ist mir schon klar.

    Das war ja auch mehr so ein Schuss ins Blaue, um mal zu kucken, was passiert oder auch nicht passiert .


    @ insole : Was meinst Du mit vorbereitetem Text ?

    Ich hatte irgendwo mal in den Boardregeln gelesen, dass es durchaus einen gewissen Sinn macht, nicht einfach nur in die Tasten zu hauen und 100 Zeilen Fliesstext ohne Punkt und Komma geschweige denn Orthographie zu posten.

    Von daher hab ich mir ein wenig Mühe mit der Gestaltung gemacht aber vorbereitet in dem Sinne war die Geschichte nur im Kopf bzw aus der Erinnerung.


    Mir war auch gar nicht klar, dass es für Euch wichtig ist, wie ich dabei gekleidet war. Bist Du Dir sicher, dass Du dabei für alle ( wir) sprichst ?

    Ich fand nicht, dass das für die Geschichte relevant war. Selbstverständlich hatte ich ganz normale , zweckmässige Alltags/ - Arbeitskleidung an.

    Liebe Grüsse, fladdy

    Nur Hexxen halten, was Engel versprechen ..

  • Sandy schrub :


    ""Nun ja,so will ich denn ein Feedback abgeben...da das tragen von Schuhen und sonstiger Kleidung aus der falschen Abteilung bei mir keine sexuellen Hintergründe hat,interessieren mich solche Geschichten eher weniger.Ich hätte für die Tante in ihren dreckigen Stiefeln natürlich niemals die "lebende Leiter" gespielt... :):)

    Habe lediglich bei der "Genverteilung" wohl einiges zu tief in die Damenkiste gegriffen,deshalb mein Hang zur "falschen" Bekleidung... :rolleyes:""


    Im Zweifelsfall hättest Du ja auch nicht die 'lebende Leiter' spielen müssen, liebe Sandy. Die Geschichte hat doch zwei Seiten : Du hättest die Leiter ja auch mit Deinen geilsten Clogs ever erklimmen können ...


    Aber danke fürs Lesen und Kommentieren

    Nur Hexxen halten, was Engel versprechen ..